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Füller-Vorstellung: J. Herbin Tempête Füller

J. Herbin kennt wohl jeder der Füller-Freunde als Hersteller von Tinten. Ich auch!
Umso erstaunter war ich, als ich von Litteralis (Link führt zum angegebenen Shop) das Angebot bekam, den neuen Füller von J. Herbin zu testen. Ein Füller von J. Herbin? Da konnte ich doch nicht “nein” sagen.

Und letzte Woche habe ich den Füller nun erhalten.
Der in Frankreich hergestellte Füller kommt in einer robusten Verpackung, die schlicht in schwarz gehalten ist und die das Logo von J. Herbin zeigt.

J. Herbin Füller Tempete Verpackung

Wenn man die Packung dann öffnet, entdeckt man den Füller, eine Pipette und ein kleines Heftchen zur Anleitung.

J. Herbin Füller Tempete Flyer

J. Herbin Füller TempeteDer Füller ist durchsichtig und es ist ein Eyedropper! Etwas ganz seltenes auf dem Markt. Eyedropper kenne ich bisher nur aus Erfahrungen mit Eigenbasteleien (die allesamt schief gingen). Also da hat sich Herbin schon was einfallen lassen!

J. Herbin Füller Tempete 2

Mein Testexemplar hat eine rote Kappe und ein rotes Griffstück, es gibt den Füller allerdings auch in anderen Farben. So kann man zwischen einem komplett transparenten, einem schwarzen, blauen, orangen und – wie meinem – roten wählen.

J. Herbin Füller Tempete 6

Optisch ist der Füller auf jeden Fall ein Hingucker. Durch den transparenten Body kommt bunte Tinte gut zur Geltung. Auch die Form ist nicht alltäglich, denn zum Ende hin läuft der Füller spitz zu.

J. Herbin Füller Tempete 3Ich habe aufgrund der roten Kappe mal die Rouge Bourgogne als Testtinte gewählt. Das Befüllen stellt sich sehr einfach dar: Pipette nehmen, Tinte “aufsaugen”, Griffstück abdrehen und die Tinte direkt in den Korpus füllen. Keine Kolbenmechanik o.Ä. Sehr einfach!

J. Herbin Füller Tempete Befüllung

Zunächst war ich etwas skeptisch, was die Dichtigkeit angeht. Ich habe an 4 Tagen mit dem Füller unterschiedliche Dinge geschrieben und immer mal wieder zu ihm gegriffen und konnte keine Undichtigkeit oder sowas feststellen, meine Hände blieben sauber.

J. Herbin Füller Tempete 4Der Füller hat eine angenehme Größe für meine Hände und hat keine störenden Absätze oder ähnliches am Griffstück.
Geschlossen ist er sogar etwas länger als der M800 von Pelikan.

J. Herbin Füller Tempete 5

Die Feder ist aus Edelstahl, die einer “deutschen” M-Feder entspricht.
Sie zeigt das Logo von J. Herbin.

J. Herbin Füller Tempete Feder 1J. Herbin Füller Tempete Feder 2J. Herbin Füller Tempete Feder 5J. Herbin Füller Tempete Feder 4J. Herbin Füller Tempete Feder 3Der Tintenfluss war die ganze Zeit über im normalen Maß, also weder zu kräftig noch zu schwach, auch nach 2 Tagen liegen gab es keine Probleme mit dem Anschreiben.
Die Feder schreibt sich so, wie man es von einer Edelstahlfeder erwartet – etwas rigide, kein Flex, aber gut.

Insgesamt kann ich sagen, dass es ein robuster, alltagstauglicher Füller ist, den J. Herbin da auf den Markt gebracht hat. Seine Besonderheiten liegen klar in der Optik und darin, dass es sich um einen Eyedropper handelt!

Litteralis (Link führt zum angegebenen Shop) hat jetzt auch im Penexchange-Forum das “Wanderpäckchen” vorgestellt, sodass ich meinen jetzt langsam spülen muss und er sich dann auf den Weg zum nächsten Tester macht.

Den J. Herbin Tempête Füller könnt ihr bei Litteralis hier kaufen.
Es gibt ihn im Shop in den o.g. Varianten zum Preis von 79,50 € (Stand 18.01.2014).

Mein herzlicher Dank an Litteralis, dass ich den neuen J. Herbin-Füller als Erste testen durfte!

flattr this!

12 Kommentare

  1. Dieser Füller sieht ja mal richtig gut aus. Hab mich auch gleich im Forum gemeldet, in der Hoffnung das ich ihn auch testen darf.

    Grüßle
    Sven

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  2. Herzlichen Glückwunsch zu diesem schicken Eyedropper.
    So einer fehlt mich doch noch glatt in meiner Sammlung.
    Mein letzter Kauf war ein Montegrappa Espressione, aber in der
    alten Variante mit Goldfeder und Silberbeschlägen, auch ganz nett :-)

    Viele Grüße
    TiCi

    Antworten
    • penandpaperpassion

      20/01/2014 @ 3:43 pm

      Danke, TiCi! Schön, dass er dir gefällt.
      Ist leider nicht meiner, sondern nur eine Leihgabe zum Testen gewesen. Er ist auch schon wieder weg.

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  3. Oh man, musste gleich zwei von diesen Dingern bestellen, einen für meinen Kollegen und einen für mich. Dazu noch ein Fässchen (sagt man das noch zu den Gläsern?) butterblumengelbe Tinte zum markieren.

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    • penandpaperpassion

      09/02/2014 @ 8:33 pm

      Hallo Cris! Freut mich, dass meine Review dich angeregt hat.
      Man sagt, glaub ich, beides, also Fässchen und auch Glas. Ich bevorzuge Fass oder Fässchen :)

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      • Habe gestern auf Amazon 4er Packs mit den verschiedenen Herbin Tinten entdeckt, gibt davon vier verschiedene. Damit bekommt man 16 kleine Tintenfässer für unter 40 Euro. Warte auf die Lieferung ;-) Die diversen Farben von Herbin sehen ja – zumindest auf den Bildern – echt super aus.

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          • Die Tinten sind vorgestern angekommen. Sehen toll aus. Habe sie alle in einem Rosenholz Kästchen untergebracht. Beispielsweise Wolkengrau ist auf Papier recht schlecht zu sehen, brauche da wohl eine dickere Feder. Violett habe ich in meinen Safari aufgezogen, per Konverter. Das sieht gut aus.

          • penandpaperpassion

            16/02/2014 @ 1:08 am

            Freut mich, dass es mit der Lieferung so schnell ging und dass die Tinten dir gefallen :) Viel Spaß beim weiteren Testen!

  4. Nachdem ich nun auch ein paar Tage mit den Eyedropper (mit transparenter Kappe) geschrieben habe, eine kurze Review von mir. Befüllt war er zuerst mit Herbins Butterblumengelb zum markieren, da ist die Feder jedoch zu schmal für, man sieht die Tinte dann kaum, wenn man nicht richtig rumkrakelt damit. Habe experimentierfreudig dann noch ein oder zwei Tropfen Edelstein Ruby dazu gemacht, was die Farbe eine Spur kräftiger gemacht hat, jedoch zum Markieren immer noch nicht so richtig gut war.

    Habe dann auf Edelstein Jade zum normalen Schreiben gewechselt, was nun gut funktioniert. Schriftbild gefällt mir, Füller liegt gut in der Hand, im Meeting kann man “Seegang” spielen, nur schauen die Kollegen komisch, wenn man irgendwann “Whuuuuui Whuuuuuuuui” dazu macht ;-D.
    (Damit ich nicht so viel rumspiele mit meinen Schreibgeräten, schreibe ich immer sehr viel mit, sieht höchst am Thema interessiert aus, ist jedoch nur Schreibübung und Beschäftigung für die Hände … hehehe)

    Nachteil ist nur, man sieht jeden Fingerabdruck auf dem Gerät recht deutlich, fand ich bisher jedoch nicht sehr störend, wische dann nur öfters drüber. Sorge habe ich etwas gegenüber Kratzern. Das beobachte ich mit Argusaugen.

    Das Gewinde und die Dichtung habe ich sicherheitshalber mit einem guten Schmierfett geschmiert, eines das extra auf “nicht reagieren” mit anderen Materialien ausgelegt ist, gedacht zB für die Dichtungen von teuren Taschenlampen, die auch mal in die Preisregion eines M1000 gehen können (nicht bei mir, aber prinzipiell). Das hilft auch bei Gewinden die etwas quietschen oder wenn der Kolbenpropfen im inneren eines älteren Gerätes nicht mehr so gut gleitet. Wobei ich das nicht gerade mit den Lieblingsstücken machen würde, denke schon dass es ein Restrisiko gibt damit doch etwas kaputt zu machen.

    Statt der Pipette habe ich beim letzten Befüllen auf eine Spritze mit Kanüle zurück gegriffen, damit kann man die alte Tinte gut raus nehmen und die neue so rein bringen, dass man nicht direkt das Gewinde mit dem letzten Tropfen besudelt, was dann nach dem Zuschrauben sehr stark zu sehen ist. Und es sieht toll aus, wie Tinte in die Spritze sprudelt, wenn man vorher schon etwas Luft aufgezogen hab :-D

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    • penandpaperpassion

      26/02/2014 @ 8:21 am

      Das klingt richtig gut! Freut mich, dass er dir so gut gefällt!
      Ich mag aus genau diesen Gründen immer den durchsichtigen Korpus :)

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