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Füller-Vorstellung: Montblanc Bohème

Heute stelle ich euch mal meinen ersten hochwertigen Füller vor, den ich überhaupt hatte:
Den Montblanc Bohéme.

Ich habe ihn geschenkt bekommen und da habe ich dann auch (wieder) angefangen mit Füller zu schreiben.

Montblanc Bohème geschlossen 1

Der Bohème stellt dabei keinen gewöhnlichen Füller dar. Es handelt sich um einen Patronenfüller.
Er ist klein, er besitzt schlichte Eleganz – meines Erachtens ein Füller, der mit Liebe zum Detail gemacht wurde. Schönes Schreibgerät, Montblanc!

Montblanc Bohème Logo

Der Korpus ist aus schwarzem Edelharz gefertigt, die Zierteile sind platiniert.
Auf dem Clip befindet ein saphirfarbender, syntherischer Edelstein. (Es gibt auch andere Edelsteine zur Auswahl.)

Maße:

Montblanc Bohème geschlossen 2

Länge mit geschlossener Kappe: ca. 11 cm
Länge ohne Kappe und ohne herausgedrehte Feder: ca. 9,2 cm
Länge ohne Kappe mit herausgedrehter Feder: ca. 10,8 cm
Länge mit aufgesteckter Kappe und herausgedrehter Feder: ca. 13,4 cm
Feder-Länge: ca. 1,8 cm

Die Feder habe ich anhand des sichtbaren Teils der Feder gemessen.

Gewicht mit Kappe: 26g
Gewicht ohne Kappe: 20g

Die beiden Gewichtsangaben sind ohne Patrone gemessen.

Mechanismus:

Nun möchte ich euch natürlich auch nicht die Besonderheit des Bohème vorenthalten.
Ich habe versucht den “Prozess” zu fotografieren, wie man denn die Feder herausbekommt.

Montblanc Bohème geöffnetHier sieht man “nur”, wie die Kappe abgedreht wurde.

Montblanc Bohème geöffnet 2Eine Feder ist nicht zu sehen.

Montblanc Bohème versteckte Feder

Die Kappe wird hinten aufgesteckt und heraufgedreht.

 

 

Montblanc Bohème Kappe aufgesteckt

Montblanc Bohème schreibbereit

 

Dann erscheint die Feder. Durch das Aufdrehen der Kappe, fährt langsam die Federn vorn heraus.

Montblanc Bohème schreibbereit (2)Und der Bohème ist schreibbereit.

Um die Patrone zu wechseln, wird der Bohème hinten hinter dem Gewinde (ohne aufgesteckte Kappe) “aufgeklappt”, dann wird vorsichtig gedreht und die Patrone kommt ca. zur Hälfte oben heraus. Dann kann sie entfernt und eine neue eingesteckt werden.

Feder:

Bei der Feder handelt es sich um eine handgefertigte, rhodinierte 14Karat/585er-Goldfeder.

Bei mir handelt es sich um eine OB-Feder.

Montblanc Bohème FederIch finde sie sehr schön gestaltet, die Feder.

Montblanc Bohème Feder 2Die Angabe “4810″, die sich auch seit 1929 auf den Meisterstück-Federn findet, ist die damals offizielle Höhe des Berges Mont Blanc, angegeben in Metern.

Die OB-Feder ist im Gegensatz zu z.B. Pelikan scharf geschliffen, wie man auch auf den Fotos sehen kann. Dadurch erzeugt man beim Schreiben auch wirklich eine Linienvariation, wie man auf den oberen Fotos vielleicht ein bisschen erkennen kann. Meine “Schön-Schreibschrift” frisst die Variation allerdings fast komplett auf.
Mit solch “scharf geschliffenen” Oblique-Federn muss man allerdings erstmal schreiben können. Also es gibt durchaus Leute, die damit Probleme haben. Deshalb empfehle ich, eine solche Feder mal bei der entsprechenden Marke Probe zu schreiben.

Insgesamt empfinde ich den Bohème als einen schönen, schlichten Füller mit dem gewissen Etwas. In seinen Schreibeigenschaften muss er anderen Füllern keinesfalls hintenan stehen.

flattr this!

2 Kommentare

  1. Was man noch erwähnen sollte ist das aufgrund des Mechanismusses kein üblicher Konverter in den Bohème passt.
    Die einfachste Variante damit dennoch mit “loser Tinte” zu schreiben ist leere Patronen aufheben, auswaschen und mit einer feinen Spritze befüllen. ;)

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